Spurensuche

Die Malerei habe ich nie entdeckt – sie war seit jeher ein Teil meines Lebens.

Geboren 1972 wuchs ich als drittes Kind in einem Elternhaus auf, welches mir
Kreativität vorlebte und mich darin stets unterstützte. So wurden kreative Aktivitäten wie
Musizieren, Malen / Zeichnen und Basteln schon früh meine liebsten Beschäftigungen.
Mit acht Jahren erhielt ich meine erste Staffelei, die mich bis heute auf meinem
Weg begleitet. Doch schon bald erkannte ich, dass gewisse Techniken nur in horizon-
taler Lage, also am Tisch oder auf dem Boden zu gelingen vermögen. Autodidaktisch
machte ich erste Erfahrungen in den verschiedensten Stilrichtungen. Mit Wachsmalkreide,
Farbstift, Bleistift, Kohle – später mit Aquarell- und Acryl-Farben, wobei mich besonders
Farben begeisterten, weil sie mich auch emotional berührten. Heute verwende ich
Farben als ein Mittel, um einen direkten Einfluss auf die Seele des Betrachters auszuüben.

Schon in jugendlichem Alter nahm ich erste Aufträge von Familie, Freunden, Schulen
und Vereinen entgegen.

Material

Als besonders geeignet für mein Arbeiten erwies sich schon in frühen Jahren die Acryl-Farbe,
die eine Transparenz aber auch eine Festigkeit zulässt und mich somit in meinem Malstil
unterstützt. Entscheidende Auswirkung aufs Ergebnis hat das unterschiedlich vielbeifügen von
Wasser, welches ich auch oft benötige um Farbschichten teilweise wieder abzuwaschen
und um gewisse Effekte zu erziehlen.

Hauptsächlich entstehen meine Werke auf 3D-Leinwände in den unterschiedlichsten
Formaten. Auf jedem meiner Bilder ist auf der Vorderseite, ebenso in Acrylfarbe, meine
Signatur plus Jahreszahl zu finden – unauffällig in Grösse und Farbe. Am Ende erhält
jedes Bild eine matte Lackierung, welche eine versiegelnde, schützende und leicht
farbintensivierende Funktion hat. Bei jenen Werken, welchen ich bewusst keinen Titel gebe,
möchte ich dem Betrachter die Freiheit lassen, die Bilder ungezwungen auf sich
wirken zu lassen.

Technik

Seit einiger Zeit bediene ich mich der Spachtel-Technik, welche ich weiter entwickelte
und mit anderen Techniken kombiniere. Meine Werke entstehen somit in einer Mischtechnik.

In aufwändigen Arbeitsprozessen trage ich Schicht für Schicht Farbe auf die Leinwand auf,
welche teilweise wieder abgewaschen, abgekratzt, durchritzt und/oder überspachtelt
wird. Intensives Kratzen lässt die Gewebestruktur der Leinwand sichtbar werden. Bei einigen
Werken wird der Farbe zudem vor oder nach dem Auftragen Sand beigemischt. Mit
Japanmesser oder auch diversen anderen Gegenständen erziele ich Löcher, welche zum
Teil mit Nähnadel und Faden wieder asymetrisch und lückenhaft zugenäht werden.
Individuell zum Bild passend, belasse ich die entstandenen Aufschürfungen oder trage Farbe
von hinten auf, so dass die Farbe von vorne zu sehen ist und durch die Fäden durchquillt.
Auf diese Weise entstehen dicht gewobene Liniennetze, grafische Muster und Strukturen
die kaum noch einer kompositionellen Kontrolle unterliegen.